

Ladekabel für Elektroautos sind integraler Bestandteil der Ladeinfrastruktur. Mit der zunehmenden Durchsetzung des E-Autos und der Zunahme an öffentlichen Ladesäulen wurden einheitliche Standards geschaffen. Der europäische Standard sind Typ 2- Stecker und CCS Stecker, in Japan CHAdeMO Stecker und in den USA wird vor allem von Tesla NACS genutzt, während China auf GB/T setzt. Bei der Auswahl eines Ladekabels musst Du verschiedene Punkte beachten: - bunte Ladekabel sind auffälliger und verhindern das Stolpern - dreiphasige Ladekabel bieten mehr Ladeleistung, sind aber unhandlicher - die Länge sollte mindestens sieben Meter betragen - ein Mode-2-Ladekabel ermöglicht das Laden an der heimischen Schuko Steckdose und fungiert als Backup. Nutze möglichst die blaue Camping-Steckdose oder die rote Drehstrom-Steckdose - es existieren verschiedene Hersteller und Ladekabel für Elektroauto werden regelmäßig getestet und verglichen
Um ein Elektroauto zu laden, benötigst Du ein eigenes Kabel. Eine Haushaltssteckdose lässt sich als Notlösung und kurzzeitig nutzen, ist allerdings nicht für die Belastung eines Ladevorgangs ausgelegt. Aus diesem Grund bieten Elektroautos auf dem europäischen Markt stets einen Anschluss für ein Typ 2 Ladekabel sowie das Combined Charging System (CCS) für schnelles Laden mit Gleichstrom.
Der Typ 2- Stecker wird auch Mennekes-Stecker genannt, da er vom gleichnamigen deutschen Unternehmen gemeinsam mit verschiedenen Autobauern und Energieunternehmen entwickelt wurde. Genutzt wird Typ 2 seit 2010, seit 2013 handelt es sich um die europäische Norm gemäß IEC 62196.
Technisch beherrscht der Typ 2 Stecker sowohl einphasiges als auch dreiphasiges Laden. Der Vorteil liegt in den höheren Ladeleistungen von 11 kW, 22 kW oder 43 kW und der Nutzung an öffentlichen Ladesäulen. Zudem zeichnet sich Typ 2 durch die Verriegelungsfunktion aus und ist weitgehend wetterfest.
Grundsätzlich kannst Du Dein Elektroauto an der Haushaltssteckdose oder Schuko Steckdose laden. Du brauchst hierfür ein das die meisten Automobilhersteller bereits mit dem Fahrzeug mitliefern. Laden an der Schuko Steckdose birgt jedoch mehrere Nachteile:
Für den Notfall und gelegentliches Laden ist diese Vorgehensweise jedoch problemlos möglich. Lädst Du allerdings häufiger zu Hause, schaffe Dir besser eine Wallbox an, die bis zu 22 kW ermöglicht und zudem sicherer ist.
Mittlerweile lassen sich viele E-Autos auch direkt mit Gleichstrom laden. Der Vorteil liegt in den deutlich höheren Ladeleistungen von bis zu 350 kW. Der Typ 2 Stecker reicht hierfür jedoch nicht mehr aus und Du benötigst einen Combo Stecker oder CCS Stecker. Die Abkürzung steht für das Combined Charging System als Weiterentwicklung von Typ 2.
Der Vorteil von CCS besteht darin, dass der Strom bereits in der Ladesäule in Gleichstrom umgewandelt wird und hierfür eine größere Kapazität besteht. CCS existiert seit ca. 2013 und ist mittlerweile europäischer Standard. Möglich ist auch die Nutzung von V2G und ein Lastenmanagement, weshalb CCS als zukunftssicher gilt.
Der japanische Standard ist der CHAdeMO-Stecker. Genutzt wird dieser unter anderem von Toyota, Nissan, Subaru oder auch Mitsubishi, wobei neuere Fahrzeuge für den europäischen Markt nahezu ausschließlich auf CCS setzen. Der Unterschied liegt darin, dass CHAdeMO nur das Laden mit Gleichstrom ermöglicht, während CCS auch Wechselstrom und somit das Laden an der Wallbox ermöglicht. Der Name CHAdeMO wird sowohl mit dem englischen Charge de Move als auch mit dem japanischen Satz „O cha demo ikaga desuka?“ (Deutsch: Wie wäre es mit einer Tasse Tee?) übersetzt, wobei letzterer auf die Schnelligkeit des Ladevorgangs anspielt.
Je nach verwendetem Ladekabel verändert sich auch die maximale Ladeleistung. Lädst Du in den eigenen vier Wänden, so handelt es sich stets um Wechselstrom. Die maximale Leistung einer Wallbox liegt bei 22 kW 400 Volt. 400 Volt sind bereits Starkstrom und für eine Wallbox mit 22 kW benötigst Du besondere Leitungen, eine fachgerechte Installation sowie die Zustimmung des Netzbetreibers. Normalerweise liegt die Wallbox bei 11kW und die meisten Fahrzeuge unterstützen auch keine höhere Ladeleistung mit Wechselstrom, da die Bordladegeräte auf diesen Wert eingestellt sind.
An öffentlichen Ladestationen nutzt Du Dein CCS Kabel und kannst – je nach Fahrzeug – mit bis zu 350 kW laden. Technisch liegt die Obergrenze für CCS bei rund 500 kW, allerdings gibt es 2026 noch kein Auto, das in dieser Geschwindigkeit lädt.
Für den Alltag und den Betrieb an einer Wallbox reicht ein Typ 2- Kabel. Dieses ist meist ohnehin fest an der Wallbox montiert, sodass Du lediglich einzustecken brauchst. Bei einem separaten Kabel achte auf ausreichende Länge und möglichst eine Signalfarbe sowie ein dreiphasiges Kabel für bis zu 22 kW. Das Schnellladen erfolgt dann mit einem CCS Kabel und als E Auto Kabel für die Haushaltssteckdose ist ein Mode 2 Kabel vonnöten.
Ladekabel für E-Autos sind vielfältig, wobei Du als Einsteiger:in ausschließlich auf die etablierten Standards Typ 2 und CCS setzen kannst. Typ 2 benötigst Du dreiphasig für die Wallbox oder auch öffentliche Ladesäulen und lädst hier mit Wechselstrom. Für Gleichstrom und damit Schnellladen kommt Dein CCS Kabel zum Einsatz.

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