Mit dem CUPRA Raval integriert der spanische Autobauer einen elektrischen Kleinwagen in sein Portfolio. Im direkten Vergleich mit dem deutlich größeren CUPRA Born lässt der Elektro Kleinwagen Raval vielfach aufhorchen und erweist sich in manchen Situationen als geeigneter. CUPRA Raval vs. CUPRA Born ist das Duell zwischen Kleinwagen und Kompaktklasse, aber auch zwischen Stadtverkehr und Langstrecke. Beide Fahrzeuge beherrschen jedoch auch die Königsdisziplin des jeweiligen Konkurrenten und verstehen sich als solide Allrounder mit Technik aus dem VW Konzern. Dynamisch sind beide Fahrzeuge, preislich schneidet der Raval naturgemäß besser ab, bietet jedoch auch etwas weniger Komfort.
Im direkten Vergleich ist der CUPRA Raval das jüngere Auto. Der Kleinwagen erschien 2026 auf dem Markt, geht jedoch auf das schon 2021 gezeigte Concept Car „UrbanRebel“ zurück. Die Urbanität ist geblieben, denn der Volkswagen- Konzern spricht von einer Electric Urban Car Family, die mit dem Raval ihr erstes Mitglied hat. Wenn man so will, ist der Spanier somit ein Pionier, wenngleich die MEB+ Plattform auch schon für den VW ID.Polo, den ID.Cross und den Škoda Epiq eingesetzt wird. Benannt wurde der CUPRA Raval nach einem Stadtviertel der Millionenmetropole Barcelona namens „El Raval“, womit eine Gemeinsamkeit zum CUPRA Born und dessen Benennung nach „El Born“ ebenfalls im Stadtkern der katalanischen Großstadt, besteht.
Im Vergleich CUPRA Raval vs. CUPRA Born ist der Born mit Debüt im Jahr 2021 deutlich etablierter und ausgereifter. Seinerzeit handelte es sich um das erste reine E-Auto von CUPRA, das in der Plattform dem VW ID.3 gleicht und ebenfalls auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) basiert. Der Born wurde seit seinem Erscheinen vor allem unter der Motorhaube mehrfach überarbeitet und erhielt seine letzte Frischzellenkur im April 2026. Mit dem Slogan „Born to be electric“ verkauft sich das Modell gut und wird vor allem aufgrund seiner Sportlichkeit geschätzt.
Der Größenunterschied ist erkennbar, denn der CUPRA Raval misst nur 4,05 Meter in der Länge und ist 1,51 Meter hoch. In den Kofferraum passen maximal 441 Liter, wobei auf einen Frunk verzichtet wird.
Der Born ist mit 4,32 Meter Länge deutlich geräumiger und eignet sich auch als Familienfahrzeug. In den Kofferraum passen 385 Liter, die bei umgeklappten Rücksitzen auf bis zu 1.267 Liter erweitert werden können. In der Höhe misst der CUPRA Born 1,54 Meter. Interessant ist der Blick auf den Wendekreis, bei dem der größere mit gegenüber beim die Nase vorn hat. Grund hierfür ist der Heckmotor des CUPRA Born.
Im Design fördert der Vergleich CUPRA Raval vs. CUPRA Born einige Unterschiede zutage. Mit dem Raval formuliert CUPRA eine neue Designsprache mit Haifisch-Nase an der Front und den markentypisch dreieckigen Scheinwerfern. Die Linienführung ist scharf, die Gesamterscheinung emotional. Unterstrichen wird dies durch die 3D-Infinity- Leuchten am Heck und jede Menge Designelemente in Kupferfarbe. An den beiden Fronttüren werden dynamische Projektionen sichtbar, die das „gewisse Etwas“ bedeuten und zudem wird die Innenraum mit LED-Smartlight rundum in Szene gesetzt. Mancherorts wird die Formgebung auch als rebellisch bezeichnet und ist auf jeden Fall mutig und unkonventionell.
Der CUPRA Born ist im direkten Vergleich mit anderen elektrischen Kompakten ebenfalls ein Hingucker, jedoch nicht ganz so kantig wie der kleine Raval. Dies ergibt sich auch aus der größeren Länge und der Formgebung, die an ein Coupé erinnert. Die Überhänge sind kurz und Begriffe wie Hot Hatch fallen nicht von ungefähr. In puncto Eleganz ist der Born sicherlich überlegen und bietet ebenfalls eine durchgehende LED-Lichtleiste am Heck. Das gesamte Design wirkt ausgereift und gelungen und bettet sich harmonisch in die VW-Designsprache ein, während der Raval ein neues Kapitel aufschlägt.
Hinsichtlich der Verarbeitung im Innenraum hat der CUPRA Born mit seinen Soft-Touch-Oberflächen und der klaren Strukturierung die Nase vorn. Das Modell wirkt hochwertiger, während der CUPRA Raval einfacher daherkommt und mehr auf frische Stoffe aus dem Recycling-Sortiment setzt. Sportsitze bieten beide Modelle, beim Born sind diese aber noch ein Stück bequemer und lassen sich besser individualisieren.
Unter der Motorhaube arbeiten bei beiden Modellen reine Elektromaschinen, wobei deren Konzept deutlich unterschieden ist. Der CUPRA Raval nutzt Frontantrieb und wird zu Beginn in vier Leistungsstufen ausgeliefert. Möglich sind 55 kW oder 116 PS, 135 PS, 155 kW bzw. 211 PS oder 226 PS in der Ausführung VZ Extreme. Die integrierten Akkus liefern entweder 39 kWh brutto oder 56 kWh und als bestmögliche Beschleunigung stehen 6,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h auf dem Datenblatt. Der Raval ist somit für einen Kleinwagen überaus dynamisch und erfreut zudem mit einer Reichweite von bis zu 444 Kilometer nach WLTP. Ein Pluspunkt ist auch das schnelle Aufladen mit Gleichstrom und bis zu 105 kW.
Beim CUPRA Born kommt ein Heckantrieb zum Einsatz und das Leistungsspektrum beginnt bei 190 PS. Weitere Motorvarianten liefern 231 PS oder sogar 326 PS im Born VZ. Natürlich ist der Born mit 5,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h ein gutes Stück dynamischer und doch fällt die Differenz nicht so groß aus. Die Akkuleistung liegt beim Kompaktmodell zwischen 61 kWh und 84 kWh brutto. Ein merkliches Plus bietet der CUPRA Born bei der Reichweite, die bis zu 630 Kilometer beträgt und auch die Ladeleistung ist mit 183 kW größer.
CUPRA Raval | CUPRA Born | |
Leistung | 116 bis 226 PS | 190 bis 326 PS |
Batterie | 39 bis 56 kWh | 61 bis 84 kWh |
Reichweite | 381 bis 444 km | 484 bis 630 km |
Ladeleistung | max. 105 kW | max. 183 kW |
Höchstgeschwindigkeit | 175 km/h | 200 km/h |
Hinsichtlich der Technologie und Ausstattung läuft der Vergleich CUPRA Raval vs. CUPRA Born auf einen Sieg des Kompakten heraus. Der Raval ist offiziell ein Einsteigermodell, bietet jedoch auch ein 13-Zoll-Display, mobiles Internet und ein edles Soundsystem von Sennheiser. Besonderheiten sind adaptive Dämpfer, Sportfahrwerk und diverse Assistenten.
Der CUPRA Born geht mit dem Augmented-Reality Head-Up-Display noch einen Schritt weiter und erfreut auch mit Kreuzungsassistent, Travel Assist für teilautonomes Fahren sowie 360° Kamera sowie Vehicle-to-Load- Fähigkeit. Auch bietet das Modell ein Panoramaglasdach und automatisiertes Einparken.
Der CUPRA Raval ist im Jahr 2026 die Neuerscheinung in der Fahrzeugpalette seines Herstellers und ordnet sich als Kleinwagen deutlich unterhalb des CUPRA Born ein. Der Elektro Kleinwagen punktet mit seinem frechen Design und soliden Fahrwerten und eignet sich vor allem für den Stadtverkehr. Preislich ist der CUPRA Raval deutlich günstiger als der Born, bietet allerdings auch weniger Komfort, weniger Leistung und weniger Platz. Der Born hingegen, ist ein Kompakter mit Eignung als Familienfahrzeug und für die Langstrecke. In der City ist der CUPRA Raval eine echte Alternative – auf längeren Strecken gewinnt der Born.