

Der US-amerikanische AutomobilherstellerFisker existierte – mit Unterbrechung und Umfirmierung – von 2007 bis 2024. Das Unternehmen baute luxuriöse Fahrzeuge mit elektrischem oder Hybridantrieb. Vor allem durch das ungewöhnliche Design wollte Firmengründer und Namensgeber Henrik Fisker eine Alternative zu den klassischen Premiummarken schaffen. Beliebt waren die Fahrzeuge unter anderem aufgrund ihrer Eleganz aber auch aufgrund technischer Finessen wie Solarzellenauf dem Dach oder dem so genannten „California Mode“.
Fisker bietet eine breite Auswahl an verschiedensten Fahrzeugmodellen, bei der jedem Geschmack etwas geboten wird. Vom Parkraumwunder bis zum Familienauto ist hier für jeden Wunsch etwas dabei.
Geschichte
Die Geschichte des Autobauers Fisker ist eng mit dem Automobildesigner Henrik Fisker verknüpft. Der Däne arbeitete vor der Gründung eines eigenen Unternehmens unter anderem für BMW und Aston Martin, machte sich jedoch ab Mitte der 2000er Jahre selbstständig. 2007 entstand Fisker Automotive in enger Zusammenarbeit mit Quantum Technologies. Aus dieser Zusammenarbeit resultierte der Fisker Karma, ein Oberklasse-Modell mit Hybridantrieb. Der Karma wurde als Gran Turismo knapp 2.500 Mal gebaut und stand für jede Menge Fahrspaß. Trotz des Achtungserfolgs meldete Fisker Automotive im Jahr 2013 Insolvenz an.
2016 gründete Henrik Fisker Fisker Inc. und richtete den Fokus fortan auf Elektroautos. Vom Band lief der Fisker Ocean als Crossover-SUV, der auch in Europa verkauft wurde. Gebaut wurden etwas mehr als 10.000 Exemplare, die allerdings die erneute Insolvenz im Jahr 2024 nicht verhindern konnten. Zuvor waren bereits weitere Fahrzeuge angekündigt worden, zwischenzeitlich kam es auch zur Kooperation mit dem japanischen Autobauer Nissan.
Technischen Besonderheiten
Technisch warten die vorhandenen Modelle von Fisker mit einer Reihe von Besonderheiten auf. Der Fisker Ocean war seinerzeit einer der reichweitenstärksten Elektro-SUV auf dem Markt und erreichte einen Wert von mehr als 700 Kilometer nach WLTP. Zudem war das Fahrzeug mit einem SolarSky- Dach ausgestattet, das nach Angaben des Herstellers für eine zusätzliche Reichweite von mehreren Tausend Kilometern pro Jahr sorgt. Beliebt war der Fisker Ocean auch aufgrund seines „California Modes“ mit gleichzeitigem Öffnen mehrerer Scheiben und des Heckfensters.
Für künftige Modelle existierte zudem ein Konzept namens Houdini-Trunk. Das Konzept sieht vor, dass die Heckklappe beim Öffnen nach unten in die Karosserie gezogen und auf diese Weise Platz gespart wird.
Aktuelle Modelle
Gebaut wurden zwei Modelle: der Fisker Karma sowie der Fisker Ocean. Der Fisker Karma wurde 2011 und 2012 gebaut und war ein Luxus-Hybrid. Die Besonderheit bestand darin, dass der Verbrennungsmotor ausschließlich als Generator fungierte und der Antrieb entsprechend elektrisch ausfiel. In Kombination mit dem Solardach und einem futuristischen Design war der Karma eine Art Must-Have für viele Prominente, darunter den Schauspieler Leonardo DiCaprio, der auch zu den Investoren in die Marke zählte. Eines der Probleme des Fahrzeugs war der hohe Preis, hinzu kam eine komplexe Technologie, die jedoch zum Teil unzuverlässig war.
Der Fisker Ocean wiederum, zeichnete sich durch mehr Alltagstauglichkeit aus. Gebaut wurde das Fahrzeug in den Jahren 2022 bis 2024 und erfreute unter anderem mit seiner enormen Reichweite. Auch hier fand sich ein Solardach und der Innenraum punktete mit diversen digitalen Features, darunter einem 17,1 Zoll großen Bildschirm. Ebenfalls war der Fisker Ocean für bidirektionales Laden ausgelegt und setzte auf viele recycelte Materialien im Innenraum. Wenn man so will, waren sowohl der Karma als auch der Ocean ihrer Zeit voraus, zeigten jedoch hier und da noch „Kinderkrankheiten“.
Strategie und Zukunft
Mitte 2026 ist die Marke Fisker nahezu vollständig vom Markt verschwunden. Fakt ist allerdings auch, dass die Plattformen noch existieren und auch Ideen und Patente vorhanden sind. Als interessant gilt in diesem Kontext unter anderem das Projekt Fisker Alaska als elektrisch angetriebenem Pick-Up, der möglicherweise durch den Einstieg neuer Investoren realisiert wird. Weitere Projekte, die im Kontext der Insolvenz gestoppt wurden, waren der Fisker Pear als Kompakt-SUV und das 1.000 PS- Cabriolet Fisker Ronin. Das Image der Marke war allerdings positiv, weshalb ein Neustart unter der Ägide Henrik Fiskers nicht auszuschließen ist.