
Die Multikollisionsbremse (MKB) nimmt eine Sonderstellung im Bereich der Assistenzsysteme ein. Hier geht es weniger darum, Unfälle zu verhindern, als im Falle einer Kollision die Folgeschäden zu minimieren. Entsprechend arbeitet das System mit dem Airbag zusammen und wird von dessen Steuereinheit aktiviert. Wie der Name bereits sagt, ist das Ziel die Vermeidung einer Mehrfachkollision und des unkontrollierten Weiterrollens nach einem Unfall. Nicht zu verwechseln ist die Multikollisionsbremse mit dem Notbremsassistenten, da die erst genannte lediglich reagiert und somit nicht präventiv in die Bremsen eingreift. Zu den weiteren verwandten Systemen gehören der Front Assist sowie pre sense- Systeme, die allerdings technisch deutlich komplexer daherkommen und auch den Straßenverkehr erfassen, was die Multikollisionsbremse nicht tut.
Die Multikollisionsbremse ist eine Erfindung aus den 2010er Jahren, die auf verschiedene Initiativen aus dem Automobilclub-Bereich zurückzuführen war. Die Idee dahinter ist das automatische Auslösen einer Notbremsung bei einer Kollision. Wird der Airbag aktiviert, bremst ein Fahrzeug automatisch bis zu einer Geschwindigkeit von ca. 10 km/h ab und vermeidet auf diese Weise Folgeschäden. Zum ersten Mal in einem Serienfahrzeug wurde die Multikollisionsbremse (MKB) gleichzeitig mit der Erfindung des modularen Querbaukastens von Volkswagen integriert. Eines der ersten konkreten Fahrzeuge mit der Technologie war der VW Golf VII, der 2012 auf den Markt kam. 2013 erhielt Volkswagen einen „Gelben Engel“ des ADAC für seine Erfindung, deren Wirkung durch Crashtests belegt ist.
Hintergrund ist auch das Wissen um die Gefährlichkeit von Multikollisionen, die laut Statistiken für rund 25 Prozent der Unfälle mit Personenschäden verantwortlich sind. Dank Technologien wie Airbags und ESP war das Koppeln der Bremse an die entsprechenden Steuergeräte nur ein kleiner Schritt, der jedoch große positive Wirkung erzielte.
Die Gefährlichkeit von Folgeunfällen hat verschiedene Gründe, die vielfach kombiniert auftreten. Kommt es zu einer Kollision mitsamt Auslösen des Airbags oder auch verschiedener Druck- oder Körperschallsensoren, so ist durchaus möglich, dass die Fahrer:innen nicht mehr aktiv eingreifen und eigenständig bremsen können. Möglich ist sowohl Bewusstlosigkeit als auch ein Schockzustand, weshalb ein automatisiertes System absichert. Vor allem die zweite Kollision ist gefährlich, da der Airbag bereits wurde, die sind und für die Fahrer:innen mehr besteht.
Interessant sind in diesem Kontext Versuche, die seitens eines großen Automobilclubs durchgeführt wurden. Bei einem Crashtest mit 60 km/h gelangte ein Fahrzeug dank Multikollisionsbremse nach rund 20 Meter zum Stillstand, während ohne entsprechende Technologie noch weiter gerollt und mit 25 km/h gegen ein Hindernis geprallt wurde.
Die Funktionsweise der Multikollisionsbremse ist vergleichsweise simpel. Erkannt wird meist der Impuls seitens des Airbags. Sobald dieser auslöst, erfolgt eine automatische Bremsung bis fast zum Stillstand. Zu diesem Zeitpunkt haben sich Sicherheitssysteme wie der Gurtstraffer bereits aktiviert und es wird ein Signal an das Steuergerät des ESP gesendet von wo aus eine kontrollierte Vollbremsung erfolgt. Die Multikollisionsbremse ermöglicht trotz Aktivierung noch das Gas geben oder Lenken.
Technisch bedarf es für die Multikollisionsbremse eines Airbag-Steuergeräts, des Elektronischen Stabilitätsprogramms (ESP) und möglicherweise auch noch verschiedener Sensoren, die die Beschleunigung, die Gierrate oder auch einen Crash registrieren und die Bremsung darauf abstimmen.
Konkret wird die Bewegungsenergie des Fahrzeugs durch das Bremsen reduziert und ein Weiterrollen weitgehend verhindert.
Nicht zu verwechseln ist die Multikollisionsbremse mit dem automatischen Notbremsassistenten.
Multikollisionsbremse | Notbremsassistent | |
Zweck | Automatisches Abbremsen nach einem Unfall | Automatisches Abbremsen zur Verhinderung eines Unfalls |
Effekt | Rund 25 % aller Unfälle sind Mehrfachkollisionen, die verhindert werden können | ca. 50 % weniger Auffahrunfälle mit Autos, sowie ca. 10-20 % Reduzierung bei Radfahrer:innen und Fußgänger:innen |
Prinzip | Schadensbegrenzung | Prävention |
Technologie | Airbag-Steuergerät gibt Impuls zur Vollbremsung | Kameras sowie Radar- und LiDar-Sensoren |
Pflicht? | Nein | Ja, seit 2024 für alle EU-Neuzulassungen |
auf dem Markt seit: | ca. 2010, Einführung durch Volkswagen | ca. 2003 in Form des Collision Mitigation Brake System (CMBS) von Honda, gleichzeitig aber auch bei Toyota |

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