Autofahrer:innen in Deutschland standen 2024 laut Statistik durchschnittlich 43 Stunden im Stau. Ein Stauassistent sorgt dafür, dass der hieraus resultierende Stress ein wenig abgemildert wird und es zu weniger Auffahrunfällen kommt. Vereinfacht gesprochen, handelt es sich um eine Kombination aus einem adaptiven Geschwindigkeitsregler und einem Spurhalteassistenten. Bei niedrigen Geschwindigkeiten wird somit sowohl die Fahrspur als auch der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug konstant gehalten. Ein Stauassistent gibt den Fahrer:innen keinen Freibrief und versteht sich lediglich als Ergänzung. Aufmerksamkeit im Straßenverkehr ist auch bei eingeschaltetem Assistenten unumgänglich und die aktuellen Systeme sind noch ein gutes Stück von der Vision autonomen Fahrens entfernt, sondern operieren in diesem Bereich auf Level 2 oder Level 3.
Ein Stauassistent ist ein Assistenzsystem, das als Schritt in Richtung autonomen Fahrens verstanden wird. Einfache Systeme operieren nur bei niedrigen Geschwindigkeiten und entsprechen Level 2, während bei Systemen bis zu einer Funktionalität bei 60 km/h sogar von Level 3 (von 5) und somit hochautomatisiertem Fahren gesprochen werden darf.
Der erste Stauassistent wurde von Volvo im Jahr 2012 angekündigt und schon ab 2013 und 2014 folgten weitere Premium-Hersteller wie BMW oder Mercedes-Benz. Der Fokus lag zunächst auf Oberklasse-Modellen, mittlerweile ist der Stauassistent aber auch schon in der Mittelklasse und in Fahrzeugen der Kompaktklasse verbaut. Dabei nutzen die Hersteller verschiedene Namen und es ist beispielsweise bei Volkswagen vom Travel Assist, bei Ford von BlueCruise oder auch bei weiteren Herstellern vom ProPILOT (Renault) oder Autobahnassistenten (Hyundai und Kia) oder auch Pilot Assist (Volvo) die Rede.
Das System kombiniert die Funktionen eines adaptiven Geschwindigkeitsregler, indem Tempo und Sicherheitsabstand konstant gehalten werden, mit einem Spurhalteassistenten, der auch die Spur hält. Es wird somit sowohl automatisch beschleunigt und gebremst als auch gelenkt.
Ein Stauassistent funktioniert nur bei niedrigeren Geschwindigkeiten bis ca. 60 km/h, wobei die Hersteller daran arbeiten, das mögliche Tempo für autonomes Fahren zu erhöhen. Wird schneller gefahren, deaktiviert sich der Stauassistent und zeigt dies sowohl akustisch als auch optisch an. Ebenfalls schaltet sich das System teilweise ab, sobald ein Auto über einen längeren Zeitraum zum Stillstand kommt.
Um einwandfrei zu funktionieren, benötigt ein Stauassistent Sensoren, um den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu erkennen. Der Sensor erkennt zudem die Fahrtrichtung und die Geschwindigkeit. Darüber hinaus wird für die Spurhaltefunktion eine hinter der Windschutzscheibe montierte Kamera benötigt, die den Kontrast zwischen der Fahrbahn und den dort angebrachten Markierungen erkennt. Die gewonnenen Daten werden via Software ausgewertet und führen zu Lenkimpulsen oder Beschleunigung bzw. Abbremsen.
Ein Stauassistent bietet vor allem im Berufsverkehr einen erheblichen Vorteil. Die Konzentration seitens der Fahrer:innen muss nicht so hoch sein und entsprechend sinkt das Stresslevel. Neben dem höheren Komfort führt ein Stauassistent auch zu mehr Sicherheit, denn es werden Auffahrunfälle durch Unachtsamkeit im Stau vermieden. Genutzt wird der Stauassistent vor allem auf Autobahnen, im Stadtverkehr gelangt das System mitunter an seine Grenzen.
Die Grenzen des Stauassistent zeigen sich auf verschiedenen Ebenen. Einerseits müssen die befahrenen Straßen ausreichend markiert sein, um Fahrspuren zu unterscheiden. Vor allem in Innenstädten ist dies nicht immer der Fall. Manche Systeme nutzen zusätzlich zu Sensorik auch Daten aus der Navigation, was einen Vorteil bedeuten kann.
Neben der Fahrspur können auch Wettereinflüsse eine Rolle spielen und die Funktion beeinträchtigen. Bei Regen, Schnee oder Nebel bekommen die Sensoren Probleme und erkennen Abstände nicht mehr richtig und zudem werden die Fahrbahnmarkierungen zum Teil überdeckt. Selbiges zeigt sich auch bei Schmutzablagerungen auf den Sensoren, die zu einer automatischen Abschaltung des Stauassistenten führen können.
Generell nimmt ein Stauassistent den Fahrer:innen nicht die Arbeit ab, weshalb die Hände stets am Lenkrad und zudem die Bereitschaft zum Bremsen vorhanden sein müssen.

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