
Ein Fahrzeug ohne ABS ist in der heutigen Zeit kaum denkbar. Das Anti Blockier System verhindert das Blockieren der Räder bei einer Vollbremsung und sorgt dafür, dass das Fahrzeug weiter gelenkt werden kann. Für PKW ist die Technologie seit 2004 EU-weit verpflichtend, LKW müssen eine entsprechende Vorrichtung sogar schon seit 1992 eingebaut haben. Laut Straßenverkehrs-Zulassung-Ordnung (StVZO) handelt es sich um einen Automatischen Blockierverhinderer, wobei dieser Begriff in der Öffentlichkeit kaum genutzt wird. Die Entwicklung ist bereits mehr als 100 Jahre alt, wobei erst 1978 das erste serienmäßige ABS in der S-Klasse von Mercedes Benz auf dem Markt erschien. Kennzeichnend war seinerzeit das genutzte elektronische Steuergerät, was bis heute zum Einsatz gelangt und jedes Rad individuell ansteuert.
Das Anti Blockier System (ABS) ist einer der dienstältesten Assistenten in der Automobilbranche. Abgesehen von diversen Vorläufern, die bis in die Anfangszeiten des Autos zurückreichen, gilt 1978 als Startschuss für die Technologie. Ausgangspunkt der Überlegung ist das Blockieren einzelner Räder bei starkem Bremsen mit einem Fahrzeug ohne ABS und damit ein Verlust an Kontrolle. Dieses Blockieren sorgt dafür, dass die Lenkung nicht mehr anspricht und ein Auto zwar deutlich verlangsamt, aber nicht gleichzeitig einem Hindernis ausweichen kann. Eine Studie aus dem Jahr 2004 rechnet vor, dass PKW mit einem ABS zu 48 Prozent weniger in schwere Verkehrsunfälle verwickelt sind als solche mit dem System. Eine andere Studie aus Australien zeigt, das das Risiko von Unfällen mit mehreren Fahrzeugen dank ABS um 18 Prozent sinkt, kurzum: ein ABS bewirkt ein Plus an Sicherheit und ist entsprechend schon lange Standard in Fahrzeugen aller Segmente.
Ohne ABS blockieren Räder beim Bremsen und sorgen dafür, dass ein Fahrzeug nicht mehr gelenkt werden kann. Folgen sind sowohl ein verlängerter Bremsweg als auch ein Ausbrechen oder das Schleudern. Der Grund hierfür ist einfache Physik und hat mit dem so genannten Bremsschlupf zu tun. Die Räder rollen auf der Fahrbahn ab, während sich das Fahrzeug fortbewegt. Wird stark abgebremst, verzögert sich die Drehbewegung und das Abrollen bis zum Stillstand. Gleichzeitig ist aber noch genügend Bewegungsenergie vorhanden, um das Fahrzeug zu bewegen. Bei zu großer Bremskraft rollt dieses nicht mehr, sondern gleitet unkontrolliert über die Fahrbahn – es entsteht Gleitreibung. Neben dem Verlust an Kontrolle über das Fahrzeug nutzen sich auch die Reifen stark ab und können bereits bei einer Vollbremsung ohne ABS einen so genannten Bremsplatten durch punktuellen Abrieb erleiden. erweist sich ein Antiblockiersystem als , da hier die Reibung zwischen Rädern und der Fahrbahn geringer ist und die Reifen im Bereich der bleiben, die stets die ausfällt.
Die Funktionsweise eines ABS kombiniert Sensoren, Steuergerät und das Bremspedal. In der Kombination entsteht der Erhalt der Lenkkraft auch bei starker Bremsung.
Besonders wichtig bei einem ABS sind die Raddrehzahlsensoren, die die Drehgeschwindigkeit der einzelnen Räder misst. Angebracht werden diese einzeln und pro Rad im Bereich des Radlagers oder der Achse. Genutzt wird der Zahnkranz am Rad, sodass mit jeder Drehung elektronische Impulse entstehen. Parallel hierzu existieren auch Sensoren für die Messung des Bremsdrucks und der Gierraten, also der Drehbewegung eines Fahrzeugs, sofern dieses auszubrechen droht. In manchen Systemen sind zudem Querbeschleunigungssensoren integriert.
Die Daten aus den Sensoren werden kontinuierlich und bis zu 20 Mal in der Sekunde an ein elektronisches Steuergerät übermittelt. Dieses wertet die gewonnenen Informationen aus und stellt fest, wenn sich die Räder nicht mehr gleichmäßig drehen oder blockieren. In der Folge wird ein Signal an das Bremspedal gesendet und der Bremsdruck im Wechsel reduziert und erhöht, um die Manövrierfähigkeit zu erhalten.
Teilweise ist von einem pulsierenden Bremspedal die Rede und es sind deutliche Vibrationen in Kombination mit einem Rattern wahrnehmbar. Der Grund hierfür liegt in der Hydraulik einer Bremsanlage, bei der sich die Ventile schnell öffnen und schließen und so gleichzeitig bremsen und die Räder freigeben. Dieser Wechsel geschieht innerhalb von Sekundenbruchteilen.
Der Hauptvorteil, den ein ABS bietet, liegt im Erhalt der Lenkung auch bei starken Bremsmanövern. Die Räder würden ohne ABS blockieren, bleiben aber aufgrund der stetigen Anpassung des Bremsdrucks lenkbar. Die Folge ist die Möglichkeit, gleichzeitig zu bremsen und Hindernissen auszuweichen, was vor allem auf regennasser Fahrbahn oder bei Glätte einen Vorteil bedeutet. Physikalisch liegt der Vorteil darin, dass die Räder stets in der Haftreibung bleiben und diese stärker als die Gleitreibung ist. Teilweise kann der Bremsweg mit einem ABS aber auch länger ausfallen und zudem muss trotzdem stets ein einwandfreier Zustand der Bremsen und ausreichend Reifenprofil vorhanden sein.
ABS sowie das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) und die Antriebschlupfregelung (ASR) werden vielfach in einem Atemzug genannt. Zwischen den Systemen existieren jedoch grundlegende Unterschiede.
ABS | ESP | ASR | |
Bezeichnung | Antiblockiersystem | Elektronisches Stabilitätsprogramm | Antriebschlupfregelung |
Wirkung | Kein Blockieren der Räder bei Bremsung | Bremsen einzelner Räder, um Schleudern zu verhindern | Verhinderung durchdrehender Räder und Steigerung der Traktion |
Pflicht? | seit 2004 | seit 2014 | keine Pflicht |
Existiert seit ca. | 1978 | 1995 | 1980er Jahre |

Automatisches Fernlicht ohne Blendung - einfach erklärt

Erfahre, wie der Nachtsichtassistent Gefahren bei Dunkelheit erkennt.

Entdecke, wie nah wir dem autonomen Fahren heute schon sind.

Mehr Übersicht beim Rangieren – ideal für enge Parklücken

Erfahre, wie der Parklenkassistent Dich beim Einparken unterstützt.

Erfahre, wie die Warnung dich vor unbeabsichtigtem Spurwechsel schützt.

Geschwindigkeit & Navi direkt in Deinem Sichtfeld – so funktioniert’s

So erkennt Dein Fahrzeug Müdigkeit und schützt Dich vor Risiken

Wie Dein Auto Personen erkennt und automatisch reagieren kann

Erfahre, wie vernetzte Autos Gefahren erkennen und Dich schützen

Exklusive Top-Deals für Dein Wunschauto – nur für kurze Zeit!

Flexibel Neuwagen mit oder ohne Kaufoption leasen. Alles über die Vor- und Nachteile.

Jetzt Leasingangebote vergleichen und sich direkt in Wuppertal beraten lassen.

Erfahre, welche Posten Deine Rate wirklich beeinflussen!

Planbarkeit und komfortable Abrechnung

So profitierst Du von Vorteilen für Cashflow und Steuerlast!

Finde heraus, ob Langzeitmiete die perfekte Lösung für Dich ist!

Flexibel, planbar, bezahlbar – so startest Du mit eigenem Auto durch!

Neueste Autos fahren, Kosten und Wertverlust im Blick – so funktioniert Kilometerleasing.

Gestalte Dein Rundum-Sorglos-Paket und profitiere von vielen Vorteilen!

Leasing statt Kauf: Warum Fahranfänger mit dieser Option clever sparen.

Alles zum Leasingfaktor – einfach, verständlich und praxisnah!

So sicherst Du Dir Top-Deals und maximale Flexibilität!

Alles zu Funktionsweise, Kosten und Risiken – kompakt & verständlich!

Alles Wichtige zu Ablauf, Kosten und Vorteilen – jetzt entdecken!

Alle Infos zu Kosten, Voraussetzungen und möglichen Risiken!

8 starke Gründe, die für den Testsieger sprechen - jetzt entdecken!

Die wichtigsten Unterschiede einfach erklärt – jetzt vergleichen!

So genießt Du Freiheit auf vier Rädern ohne Kostenstress!

So sicherst Du Dir maximale Freiheit beim Fahrzeugleasing!