

Nie wieder per Hand in Parklücken lenken – nie wieder Parkrempler oder sonstige Beschädigung. Ein Parklenkassistent nimmt diese Arbeit ab und ist sowohl in der Lage, selbstständig zu lenken als auch Parklücken im Vorfeld zu erkennen. Gas geben und Bremsen sowie das Beobachten bleibt weiterhin die Aufgabe der Fahrer:innen. Der Parklenkassistent beherrscht sowohl das Einparken als auch das Ausparken und ist eine Vorstufe für komplett autonomes Parken. Mancherorts ist auch von einer mechanischen Einparkhilfe (SEAT) einem aktiven Parkassistenten (Mercedes-Benz) oder auch einem intelligenten Parkassistenten (Toyota) die Rede, was jedoch dasselbe oder eng verwandte Systeme meint. Kennzeichnend ist dabei, dass ausschließlich Zugriff auf das Lenkrad besteht, hinzu kommen auch noch Warnsignale bei zu geringem Abstand zu Hindernissen.

So unterstützt dich das System im Stop-and-Go-Verkehr.

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Ein Parklenkassistent leistet sowohl beim Einparken als auch beim Ausparken wertvolle Dienste. Zudem ist das System in der Lage, eigenständig geeignete Parklücken zu erkennen. Geeignet ist eine Parklücke immer dann, wenn deren Länge – je nach System und Hersteller - rund einen Meter größer als das eigene Fahrzeug ist. Voraussetzung für die Erkennung von Parklücken ist das Vorbeifahren in einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 40 km/h und ein Abstand, der idealerweise zwischen rund einem halben Meter und 1,50 Meter liegt. Während der Fahrt ist der Parklenkassistent inaktiv und muss bei Bedarf über einen Schalter aktiviert werden. Zudem muss der Blinker eingeschaltet sein, damit der Parklenkassistent die Seite erkennt.
Die ersten Parklenkassistenten wurden in der ersten Hälfte der 2000er Jahre entwickelt. Als erste Serienfahrzeuge gelten der Toyota Prius und VW Touran des Jahres 2006, heute handelt es sich um einen beliebten Standard, der vor allem in der Mittel- und Oberklasse auch schon serienmäßig verbaut wird. Zuvor gab es in den 1990er Jahren ausfahrbare Peilstäbe für besonders große Fahrzeuge wie die Mercedes-Benz S-Klasse und bereits in den 1950er Jahren so genannte Bordsteinfühler.
Ein Parklenkassistent ist in der Lage, sowohl Querparklücken als auch Längsparklücken anzusteuern. Zudem ist bei manchen Systemen auch das Ausparken aus den entsprechenden Parklücken möglich. Erkannt werden die Parklücken sowie der Abstand zu den anderen geparkten Fahrzeugen und Hindernissen durch Ultraschallsensoren sowie teilweise Kameras. Montiert ist die Sensorik in den Stoßfängern, vorne wie hinten, wobei die Reichweite bis zu fünf Meter betragen kann.
Nach Erkennen der Situation werden die Daten an das Steuergerät geleitet und dort verarbeitet. Das System erkennt den perfekten Lenkwinkel und den Weg in die Parklücke, ohne dabei mit Hindernissen zu kollidieren. Wird der Parklenkassistent aktiviert, muss nur noch Rückwärtsgang eingelegt und das Gaspedal bedient werden, um sicher in die Parklücke zu gelangen.
Ein Parklenkassistent lässt sich auch als halbautomatischen Parkassistent bezeichnen. Vollautomatisch bedeutet bei dieser Namensgebung auch die Übernahme von Gaspedal, Bremse und Gangschaltung und manche Systeme sind sogar in der Lage, komplett eigenständig und durch das Smartphone gesteuert zu parken.
Das Einparken funktioniert mit Parklenkassistent als:
Es existieren jedoch Einschränkungen, da die Sensoren bei schlechten Witterungsverhältnissen Probleme bekommen und zudem besonders niedrige Hindernisse nicht erkennen. Auch muss die Geschwindigkeit sehr gering sein, um überhaupt Parklücken zu erkennen.
Der Vorteil eines Parklenkassistenten besteht in der Vermeidung von Blechschäden oder Kratzern am eigenen oder fremden Fahrzeugen aber auch in einem Plus an Komfort. Zudem wird bei hohem Verkehrsaufkommen Stress durch drängelnde Verkehrsteilnehmer:innen vermieden und es entsteht kein Zeitverlust durch lästiges Rangieren in enge innerstädtische Parklücken.
Neben dem Parklenkassistenten existieren noch weitere Systeme, die ähnliche Funktionen übernehmen:
Parklenkassistent | 360° Kamera | Einparkwarner | |
Zweck | Lenkt eigenständig in Parklücken | Zeigt mögliche Hindernisse in der Vogelperspektive | Warnt vor Kollisionen beim Einparken |
Technologie | Ultraschallsensoren, Auswertung, Lenkung | Kamera, Display | Ultraschallsensoren, Anzeige in verschiedenen Farben und Schichten |
Aktivität der Fahrer:innen beim Einparken | Gas geben und bremsen | Gas geben, lenken und bremsen | Gas geben, lenken und bremsen |
Pflicht? | nein | nein | nein |
Einsatzbereich | Ein- und Ausparken | Rangieren in unübersichtlichen Situationen, Ein- und Ausparken | Ein- und Ausparken |
auf dem Markt seit: | 2006 (VW Touran) | 2007 (Infiniti Q45) | ca. 1990er Jahre, mechanisch auch schon früher |