Die Fußgängererkennung ist ein Assistenzsystem, das maßgeblich zur Verhinderung von Unfällen mit Personenschäden beiträgt. In aller Regel tritt das System nicht isoliert auf, sondern ist an einen Notbremsassistenten oder Front Assist gekoppelt. Zudem funktioniert die Fußgängererkennung im Auto vielfach auch als Radfahrererkennung. Die Entwicklung startete in den 2000er Jahren parallel zur Integration von Radar und Kameras in damals modernen Fahrzeugen. Mit verbesserter Bilderkennung ging auch die Fußgängererkennung einher, was zum ersten Mal 2010 im Volvo S60 zur Serienreife gelangte. Der schwedische Automobilhersteller zeigte sich auch in den kommenden Jahren federführend, zudem wurden Systeme von Mercedes-Benz, Audi, BMW oder auch Toyota entwickelt. Seit Mitte 2024 ist zumindest ein Notbremsassistent für alle Neuzulassungen in der EU Pflicht und dieser beinhaltet auch die Fußgängererkennung.
Wie der Name bereits sagt, kann die Fußgängererkennung Fußgänger:innen auf der Fahrbahn erkennen und darauf reagieren. In der Regel erfolgt die Reaktion in mehreren Stufen, wobei zunächst eine akustische und optische Warnung erfolgt und gleichzeitig der Bremsdruck erhöht wird. Erfolgt keinerlei Reaktion seitens der Fahrer:innen eines Fahrzeugs, wird automatisch eine Bremsung vollzogen. Natürlich ist die Fußgängererkennung auch integraler Bestandteil autonomen Fahrens und wird in der Erkennung kontinuierlich weiterentwickelt. Neben Fußgänger:innen lassen sich somit auch Radfahrer:innen sowie Tiere und unbelebte Gegenstände erkennen. Die Vision besteht darin, dass durch Sensorik und KI auch Warnungen an andere vernetzte Fahrzeuge gesendet werden. Die Fußgängererkennung bedeutet einen gesteigerten Komfort für die Fahrer:innen und mehr Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer:innen, da das Risiko einer Kollision minimiert wird.
Technisch arbeitet die Fußgängererkennung mit einer Kamera, die im Bereich der Windschutzscheibe montiert ist. Diese zeichnet Bilder auf und arbeitet teilweise mit Ultraschall-, Radar- oder LiDar-Sensoren zusammen. Neben dem Bild wird auch die Entfernung und Geschwindigkeit erfasst und über eine integrierte Bildverarbeitung im Steuergerät des Fahrzeugs ausgewertet. Zur Auswertung gelangen zwischen 20 und 60 Bilder in der Sekunde gemeinsam mit den aus der so genannten Sensorfusion, also der Zusammenarbeit verschiedener Sensoren, gewonnenen Daten. In der Bildverarbeitung kann auch KI zum Einsatz kommen und eigens trainierte sind in der Lage, Fußgänger:innen als solche zu klassifizieren. Darüber hinaus wird das Risiko einer Kollision bewertet und bei drohender Gefahr gewarnt oder sogar automatisch gebremst.
Weiterentwickelte Systeme sind neben der Erkennung von Fußgänger:innen auch in der Lage, Radfahrer:innen zu erkennen. Die genutzte Technologie ist letztlich identisch, sodass es sich „nur“ um eine Erweiterung handelt. In der EU ist jedoch diese Kombination seit Juli 2024 in allen neu zugelassenen Fahrzeugen verpflichtend. Offiziell handelt es sich um das AEBS – Advanced Emergency Braking System, das neben der reinen Erkennung auch automatisch abbremst.
Der Eingriff durch die Fußgängererkennung bzw. den kombinierten Notbremsassistenten erfolgt bei drohender Gefahr eines Zusammenstoßes. Die Bewertung erfolgt mittlerweile meist durch eigens angelernte KI, die die gewonnenen Daten analysiert und mit einer großen Datenbank abgleicht. Ziel ist die so genannte Vision Zero, wie sie seit den 1990er Jahren zunächst in Schweden formuliert wurde. Gemeint ist die Vermeidung jedweder Personenschäden im Straßenverkehr.
Im Alltag gerät die Fußgängererkennung teilweise an ihre Grenzen und arbeitet noch nicht in allen Situationen zu 100 Prozent zuverlässig. Befinden sich Fußgänger:innen beispielsweise im Toten Winkel des Fahrzeugs, ist eine zusätzlicheSensorik erforderlich, um auch den seitlichen und hinteren Bereich abzudecken. Ein toter Winkel ist nur eine der möglichen Beeinträchtigungen, zudem wirken sich auch Dunkelheit, Nebel, Regen oder Schnee negativ aus. Probleme bekommt die Fußgängererkennung auch dann, wenn sich Fußgänger:innen ungewöhnlich bewegen oder verdeckt sind. Hieran wird jedoch verstärkt gearbeitet und die Systeme verbessern sich mit jeder neuen Modellgeneration.
Die Fußgängererkennung arbeitet in den meisten Fahrzeugen mit anderen Assistenzsystemen zusammen und ist integraler Bestandteil des AEBS – Advanced Emergency Braking Systems. Trotzdem existieren Unterschiede, vor allem zum Totwinkelassistenten.
Fußgängererkennung | Notbremsassistent | Totwinkelassistent | |
Zweck | Erkennt Fußgänger:innen und teilweise auch Radfahrer:innen | Leitet automatisch eine Notbremsung ein | Erkennt Personen oder Fahrzeuge im Toten Winkel |
Technologie | Kamera, Sensoren, Bildverarbeitung, Steuergerät | Steuergerät, Bremsen | Sensoren, Bildverarbeitung, Steuergerät |
auf dem Markt seit: | 2010 (Volvo S60) | 1996 (Mercedes-Benz S-Klasse als Bremskraftver-stärkung) 2008 (Volvo XC60) | 2003 (Volvo XC90) |
Pflicht? | ja (Teil des Notbremsassistenten) | ja | ja |
Einsatzgebiet | Stadtverkehr oder Landstraße | Stadtverkehr, Landstraße, Autobahn | eher Landstraße, Autobahn |
Vorhanden in: | allen Neufahrzeugen | allen Neufahrzeugen | allen Neufahrzeugen |

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